Verlauf der Behandlung auf Akutstation(Stand: 05.04.2020)

Die im folgenden genannten Empfehlungen wurden teilweise online-first-Artikeln sowie Artikeln entnommen, welche aufgrund der Aktualität der Ereignisse noch nicht durch andere Wissenschaftlicher begutachtet (peer reviewed) wurden. Wir halten eine Veröffentlichung für sinnvoll und freuen uns über Anregungen und Feedback.
Unabhängig von den genannten Empfehlungen sind lokale Handlungs- und Dienstanweisungen zu berücksichtigen.

Pflegerische Interventionen

Atmung und Aktivität

Durch Lagerung und Mobilisation Aufrechterhaltung und Verbesserung der Lungendurchblutung und -belüftung. Bei mobilen PatientInnen sollen beispielsweise Mahlzeiten im Sitzen am Bettrand oder am Esstisch unterstützt werden.Die Mobilität soll erhalten oder stufenweise erhöht werden.
Tolerieren die PatientInnen die Aktivität nicht, sollte überlegt werden, welche Aktivitäten durch Pflegepersonen (teil)kompensiert werden können. 

Bei immobilen PatientInnen kann unter Berücksichtigung der Kreislaufsituation eine Mobilisation in Herzbettlagerung, Mobilisationsstuhl, Pilotensitz erfolgen. Lagerungsmaterialien können zur Entlastung der Atemhilfsmuskulatur genutzt werden.

Auf eine Aufrechterhaltung des zirkadianen Rhythmus ist zu achten. Pflegerische Interventionen in der Nacht sollen minimiert werden um Nachtruhe nicht zu stören. Körperpflege darf auf keinen Fall aus Personalmangel nachts durchgeführt werden.

Auf eine enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten ist zu achten.

Atemtraining mit Anleitung zu Atemübungen (tiefes Einatmen und langsames Ausatmen) muss geübt werden. PatientInnen sind bezüglich Hygiene beim Husten (Ellenbeuge statt Hand!) zu schulen. 

Besonderheiten

Isolation bedeutet zusätzlichen Stress. Hier ist besonders auf Anzeichen der Belastung und beginnenden psychischen Dekompensation zu achten. Die Kommunikation mit Angehörigen sollte z.B. über Mobiltelefone gewährleistet sein, alternativ können elektronische Medien genutzt werden. Im Einzelfall sind seelsorgerliche Gesprächsangebote zu bedenken, Bezugspflege wenn möglich. 

Die PSA bewirkt eine weitestgehende Anonymisierung der behandelnden Personen was die Orientierung für die isolierten PatientInnen unter Umständen stark erschwert. Hier sind individuelle Lösungen zu suchen, beispielsweise ein Beschriftung der PSA mit Klebestreifen vor dem Betreten des Zimmers oder Fotos mit Namen die im Zimmer aufgehangen werden können. 

Essen und Trinken

Auf eine ausgeglichene bis negative Flüssigkeitsbilanz sollte geachtet werden. Um die Mundschleimhaut feucht zu halten, können Eiswürfel, (eingefrorener) Apfel/Orangensaft oder Feuchtkompressen angeboten werden. 

Diese Website benötigt ein sogenanntes „Session-Cookie“ um das Kontaktformular vor Missbrauch zu sichern. Dieses Session-Cookie wird nach dem Beenden des Browsers automatisch gelöscht. Wenn Sie Cookies zustimmen, wird diese Zustimmung in einem weiteren Cookie für die Dauer von 4 Wochen gespeichert. Wir vewenden den Webanalysedienst Matomo um zu sehen, welche unserer Seiten für Sie interessant sind und so unser Angebot zu verbessern. Matomo setzt keine Cookies und anonymisiert Ihre IP-Adresse. Gewonnene Daten werden nicht mit anderen Daten oder Diensten zusammengeführt. Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit von Matomo nicht erfasst zu werden, finden Sie in derDatenschutzerklärung.